Vom Zapfenstreich zum Innovationszentrum

Spatenstich zum Bau des neuen Innovationszentrums

06.12.2013 - Ein zukunftsweisendes Projekt startet in die Umsetzungsphase: Anfang Dezember fand am Gelände der ehemaligen Nibelungenkaserne der feierliche erste Spatenstich für das Innovationszentrum Regensburg statt, das 2016 in Betrieb genommen werden soll. 

Gemeinsam haben Oberbürgermeister Hans Schaidinger, Franz Weichselgartner von der Regierung der Oberpfalz, Gerhard Eckl, Vorstand und Partner beim verantwortlichen Architekturbüro Nickl & Partner Architekten AG, Dieter Daminger, Referent für Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen, Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann, R-Tech-Geschäftsführer Alexander Rupprecht, Manfred Koller Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Geschäftsführer der R-Tech GmbH sowie Projektleiter Bernhard Lutter am 6. Dezember den Spatenstich für das neue Gründer- und Innovationszentrum auf dem Gelände der ehemaligen Nibelungenkaserne gesetzt. Das 32-Millionen-Bauprojekt wird mit 28,5 Mio. € von der Stadt Regensburg finanziert, 3,5 Millionen fließen vom Freistaat Bayern mit ein.

"Vom Zapfenstreich zum Innovationszentrum"
"Vom Zapfenstreich zum Innovationszentrum" - unter diese beiden Leitbegriffe stellte Oberbürgermeister Hans Schaidinger die Historie des Bauprojekts auf dem ehemaligen Kasernengelände. „Das Innovationszentrum, das Herzstück des Technologiecampus, wird künftig die Visitenkarte des Neubaugebietes sein“, so der Oberbürgermeister, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft ist. Es solle die Keimzelle für die weitere Entwicklung Regensburgs zum Wissens- und Innovationsstandort sein. Die Nähe zur Universität und zur Technischen Hochschule sei dafür ein unschätzbarer Standortvorteil. Die R-Tech GmbH werde das Gebäude bauen und künftig dort eine neue Heimat finden. "In diesem Sinne legen wir heute das Fundament für die Zukunft unserer Stadt."

Verbindung von Eleganz und Funktionalität
„Das neue Innovationszentrum als markanter Baukörper verbindet Eleganz im Erscheinungsbild mit Funktionalität im Inneren. Es bildet den Auftakt für ein zukünftiges Technologie-Quartier, das dem wirtschaftlichen Potential Regensburgs eine städtebauliche Entsprechung und zukunftsweisende Identität geben wird“, erläurterte Architekt Gerhard Eckl in seiner Ansprache zur Spatenstich-Feier. Er ging in seiner Ansprache auf die architektonischen Besonderheiten des Gebäudes ein. 

12.900 Quadratmeter Nutzfläche für Büros und Labore
Auf einem rund 8000 Quadratmeter großen Grundstück baut die R-Tech GmbH (vorher IT Inkubator Ostbayern GmbH) – ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadt Regensburg - im Auftrag der Stadt ein Innovations- und Technologiezentrum mit fast 12.900 Quadratmetern Nutzfläche für Büros, Labore und Versuchsräume, ein Bistro, Seminar- und Konferenzräume und einer Tiefgarage mit ca. 200 Stellplätzen. Der Fokus im neuen Innovationszentrum soll nicht mehr ausschließlich auf der „Informationstechnologie“ liegen, das Zentrum richtet sich an technologieorientierte Gründer weiterer Branchen. Das Angebot gilt ebenso für bereits etablierte Unternehmen mit innovativen Idee sowie für Technologiecluster und -Netzwerke. 

Schnittstelle zwischen Hochschulen und Wirtschaft
Ziel sei es auch, so der für Wirtschaft und Wissenschaft zuständige Referent Dieter Daminger, die Schnittstelle zwischen Hochschule und Wirtschaft auszubauen und zukunftsweisende Projekte aus den direkt angrenzenden Hochschulen zu erfolgreichen Startups aufzubauen. Ausgründungsideen von Studierenden, Mitarbeitern und Professoren würden von der R-Tech GmbH, die sich bereits durch den Betrieb des IT-Speichers und der oberpfalzweiten IT-Gründerberatung, einen Namen gemacht habe, unterstützt und professionell vorbereitet. 

Größte Herausforderung ist der enge Terminplan
Die größte Herausforderung in diesem Projekt ist nach Ansicht von Manfred Koller, Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung, der straffe Terminplan. Denn das Gebäude soll im dritten Quartal 2015 bezugsfertig sein. „Mit der Auslobung des europaweiten Wettbewerbs im November 2012 und dem Projektstart im Juni 2013 ist dieses Ziel mehr als ambitioniert“, so Koller. Doch bereits nach vier Monaten habe der Bauantrag eingereicht werden können und keine zwei Monate später sei die Teilbaugenehmigung erteilt worden, erklärt der für den für den Bau zuständige Geschäftsführer. „Seither greift alles wie ein Räderwerk ineinander, die Zusammenarbeit zwischen Planern, Beratern, Sonderfachleuten, Behörden und Bauherr verläuft reibungslos. Neben einer weiteren termintreuen Arbeit aller Beteiligten, bleibt uns nur noch ein unfallfreier Bauverlauf zu wünschen übrig.“

Innovatives Energiekonzept sieht Eigennutzung des erzeugten Stroms vor
„Innovation“ ist nicht nur der Anspruch an die Unternehmen, die sich künftig im neuen Zentrum ansiedeln sollen, sondern auch an das geplante Energiekonzept, wie Projektleiter und Bauingenieur Bernhard Lutter informiert. So sei ein Kombisystem bestehend aus einem Blockheizkraftwerk mit Absorptionswärmenutzung, Wärmepumpentechnik und modernster Speichertechnik geplant. Ein Großteil des erzeugten Stroms könne im Gebäude eigengenutzt werden. „Durch ihre Effizienz, ihre geringen Schadstoff- und CO2-Emissionen ist diese Technik besonders umweltfreundlich und wirtschaftlich“, informierte Lutter. 

"Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen", unter dieses Zitat von Benjamin Franklin stellte Alexander Rupprecht, Geschäftsführer der R-Tech GmbH, seine Ansprache. Er schilderte einige Beispiele besonders erfolgreicher Unternehmen, die aus dem Gründerzentrum IT-Speicher hervorgegangen sind. Der IT-Speicher sei jetzt an seiner Kapazitätsgrenze angekommen - mit derzeit 33 Unternehmen und einer 100-prozentigen Flächenauslastung. Die Investition in ein neues, größeres Innovationszentrum sei deshalb die Voraussetzung, um auch weiter in Wissen investieren zu können.