Innnovationszentrum: Grundstein für die Zukunft Regensburgs gelegt

Grundsteinlegung TechBase

03.04.2014 - Mit der Grundsteinlegung für das Innovationszentrum Regensburg auf dem Gelände der ehemaligen Nibelungenkaserne startet das 32-Millionen-Euro-Projekt in die Rohbauphase. Auf rund 8000 Quadratmetern entsteht bis Ende 2015 in unmittelbarer Hochschulnähe ein Innovations- und Technologiezentrum mit fast 13.000 Quadratmetern Nutzfläche für Büros und Versuchsräume.

"Wir legen heute auch den Grundstein für die Zukunft der Stadt", betonte Oberbürgermeister Hans Schaidinger in seiner Ansprache. Er nahm das Datum, den 03. April 2014, zum Anlass um auf den 03. April 1948 zurückzublicken, den Tag der Unterzeichnung des Marshall-Plans. "Dieser hat ein nie für möglich gehaltenes Wirtschaftswachstum in Gang gesetzt und Entwicklungen voran getrieben, die bis heute prägend sind. Dieses Ereignis heute - 66 Jahre später - ist eine Art Marshall-Plan der Stadt Regensburg in Sachen technologischer Entwicklung". Mit einem "Glück auf" übergab er das Wort an Alexander Rupprecht, Geschäftsführer der R-Tech GmbH, die im Auftrag der Stadt das Innovationszentrum baut und später auch betreiben wird.

Innovatives Energiekonzept
Rupprecht informierte über den Stand der Bauarbeiten. "Das Projekt ist ehrgeizig, wir liegen dennoch absolut im Plan und haben alle anstehenden Meilensteine erreicht", so Rupprecht. Er hob außerdem hervor, dass "Innovation“ nicht nur der Anspruch an die Unternehmen sei, die sich künftig im neuen Zentrum ansiedeln sollen, sondern auch für das geplante Energiekonzept gelte. So sei ein Kombisystem bestehend aus einem Blockheizkraftwerk mit Absorptionswärmenutzung, Wärmepumpentechnik und modernster Eis-Speichertechnik geplant. Ein Großteil des erzeugten Stroms könne im Gebäude eigengenutzt werden.

"Wir freuen uns, dass das europaweite Ausschreibungsverfahren für die Rohbauarbeiten die in Regensburg ansässige Firma Rödl & Herdegen Bauunternehmen GmbH gewonnen hat. Die Bauherrnschaft und die Planer freuen sich auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit“, ergänzte Manfred Koller, Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung. 

Fast 13.000 Quadratmeter Nutzfläche für Technologie-Startups und -Firmen
"Bagger und Kräne sind in Stellung gebracht“, informierte Projektleiter und Bauingenieur Bernhard Lutter. Der Bau des „Innovationszentrums“ in der neuen Franz-Mayer-Straße 1 - auf dem Areal der ehemaligen Nibelungenkaserne - habe etwas früher als geplant offiziell begonnen. Auf einem rund 8000 Quadratmeter großen Grundstück baut die R-Tech ein Innovations- und Technologiezentrum mit ca. 13.000 Quadratmetern Nutzfläche für Büros, Labore und Versuchsräume, ein Bistro, Seminar- und Konferenzräume und einer Tiefgarage mit ca. 200 Stellplätzen. Der Fokus im neuen Innovationszentrum - als Nachfolger des IT-Speichers – soll nicht mehr ausschließlich auf der „Informationstechnologie“ liegen, sondern weitere Technologie-Branchen adressieren. Das Angebot gilt ebenso für bereits etablierte Unternehmen mit innovativen Ideen sowie für Technologiecluster und -Netzwerke. 

Schnittstelle zwischen Hochschulen und Wirtschaft
Ziel ist es auch, die Schnittstelle zwischen Hochschule und Wirtschaft auszubauen und zukunftsweisende Projekte aus den direkt angrenzenden Hochschulen zu erfolgreichen Startups aufzubauen. Ausgründungsideen von Studierenden, Mitarbeitern und Professoren werden von der R-Tech GmbH, die sich bereits durch den Betrieb des IT-Speichers einen Namen gemacht hat, unterstützt und professionell vorbereitet. Das Gebäude soll im vierten Quartal 2015 bezugsfertig sein. 

Innovationszentrum als Auftaktgebäude im Gesamtareal
Seiner Bedeutung als Auftaktgebäude des Planungsareals entsprechend ist das neue Innovationszentrum ein markanter Baukörper, der in seiner charakteristischen Form die Identität des Gesamtareals prägen soll. Mit seinem Hochpunkt orientiert sich das Innovationszentrum zur neuen Haupterschließung, zur Wohnbebauung im Norden gestaltet es sich in seiner Höhe entsprechend niedriger. Ein vorhandener Höhensprung im Gelände wird im Übergang vom ersten zum zweiten Bauabschnitt aufgenommen und dient südlich als ebenerdige Tiefgaragenzufahrt. Das Gebäude besitzt maximale Grundrissabmessungen von etwa 86,8 Meter auf 47,5 Meter und gliedert sich im ersten Bauabschnitt in einen nördlich gelegenen viergeschossigen und einen siebengeschossigen Bereich sowie zwei Tiefgaragenebenen darunter. Zwischen den beiden verschieden hohen Bereichen liegt ein allseitig umschlossener, begrünter Innenhof.

Versuchshalle und Laborräume
Im zweiten Bauabschnitt wird das zweite, als Tiefgarage genutzte Untergeschoss mit einer Versuchshalle und Laborräumen eingeschossig und im östlichen Teilbereich mit dem dreigeschossigen Baukörper des so genannten Forschungsverfügungsgebäudes überbaut. Während sich in den Obergeschossen in der Regel Büroflächen und entsprechende Nebenräume befinden, sind im Erdgeschoss Sondernutzungen mit Seminarbereichen, Foyerflächen und ein Küchenbereich untergebracht. Das erste Untergeschoss des zweiten Bauabschnitts wird in den als Versuchsbereichen bezeichneten Flächen für Forschungszwecke genutzt.

Symbolischer Akt der Grundsteinlegung
Mit einem symbolischen Hammerschlag auf die Grundsteinplatte gaben Gerhard Eckl, Vorstand und Partner beim verantwortlichen Architekturbüro Nickl & Partner Architekten AG, Manfred Koller, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, Bürgermeister Joachim Wolbergs, Gesamtprojektleiter Bernhard Lutter, Alexander Rupprecht, Geschäftsführer der „Bauherrin“ R-Tech GmbH, Oberbürgermeister Hans Schaidinger und Thomas Rödl, Geschäftsführer von Rödl & Herdegen Bauunternehmen GmbH das Startsignal für den Rohbau. Wie es der Tradition entspricht, wurde unter der Grundsteinplatte eine Kupferrolle mit Bauplänen, einer Liste der Baubeteiligten, Broschüren der Bauherrin, einer Tageszeitung, Münzen und Scheinen der aktuellen Währung sowie - als symbolischer Gegenstand - einem Bündel IT-Verkabelung von 2001, wie sie beim Bau des IT-Speichers verwendet wurde, vergraben.