24Apr2017 WW

Eine gute Idee hilft nichts, wenn sie schlecht kommuniziert wird

Workshop zur erfolgreichen Ergebnispräsentation

Dr. Markus Westner ist Professor für Wirtschaftsinformatik an der OTH Regensburg und war zuvor als Unternehmensberater tätig.

Im Geschäftsleben ist die verständliche Kommunikation von Botschaften, Ideen oder Lösungen in Präsentationen von entscheidender Bedeutung. Oft gibt es hier noch Verbesserungspotenzial. In diesem Workshop erwerben Sie die Fähigkeiten, strukturierte und wirkungsvolle Präsentationen zu erstellen.

Referent Prof. Markus Westner ist Professor für Wirtschaftsinformatik an der OTH Regensburg und hat es auch davor in seiner Berufspraxis als Unternehmensberater häufig erlebt, dass eigentlich gute Arbeitsergebnisse schlecht an den Mann oder die Frau gebracht werden. Im Vorfeld zu diesem Workshop hat er uns im Interview erklärt, warum ihm das Thema so wichtig ist.

Prof. Westner: Eine schlechte Ergebnispräsentation führt oft dazu, dass die Zuhörer gelangweilt sind und man nicht das erreicht, was man eigentlich erreichen wollte. Insbesondere Präsentationen sind oft furchtbar und es werden elementare Regeln der Text- und Inhaltsstrukturierung und -darstellung missachtet. Durch ein paar einfache Grundsätze kann man seine schriftliche Kommunikation gut strukturieren und damit wirksamer kommunizieren. Darum geht es in dem Training, es geht nicht um Rhetorik oder um eine Präsentationssoftware.

Was wird Ihrer Meinung nach häufig bei Präsentationen "falsch gemacht"?
Der häufigste Fehler ist aus meiner Sicht das Fehlen einer horizontalen Struktur, d.h. einer Storyline bzw. eines roten Fadens. Das geht fast immer einher mit nichtssagenden Folientiteln, falsch verwendeten Diagrammtypen und unstrukturierten "Wortmauern", die unpräsentierbar sind und sich kein Zuhörer merken kann.

Für Gründer aus einem sehr Technologie- und IT-lastigen Bereich ist es oft schwierig, ihre Themen "interessant" zu präsentieren. Oder sehen Sie das anders?
Ob das ein typisches Problem dieser Gruppe ist, vermag ich nicht zu sagen. Man sieht aber häufig, dass es Menschen, die intensiv inhaltlich arbeiten, schwer fällt, gedanklich einen Schritt zurück zu treten und sich sauber zu überlegen, welche Botschaft wie nachvollziehbar vermittelt werden soll. Das ist sicherlich Übungssache, aber es gibt auch handfeste Werkzeuge, wie man das machen kann.

Halten Sie es für notwendig, dass man als Führungskraft, Gründer oder Fachkraft seine Präsentations- und Kommunikationsfähigkeiten schult und verbessert?
Definitiv. Es führt zu effizienteren Meetings, Präsentationen bzw. Kommunikationssituationen und ist auch befriedigender. Wichtig ist dabei, dass man auf die zugrundeliegende Struktur abzielt, nicht auf eine Software oder Rhetorikfähigkeiten. Zunächst einmal muss die Papierform und gedankliche Struktur stimmen bevor man Technik und Präsentationsfähigkeiten schult.

Gerade bei uns im Gründerumfeld müssen viele Ihre Geschäftsidee vor Investoren präsentieren und dabei in aller Kürze von sich überzeugen. Was raten Sie denen?
Zunächst muss man sich überlegen, was man sagen bzw. erreichen will. Das notiert und gliedert man sich in prägnanten Aussagen auf einem Blatt Papier. Diese Story sollte ergebnisorientiert als logische Gruppe gegliedert sein, d.h. Antwort bzw. Kernbotschaft zuerst, dann die Details. Jede Folie sollte einen Aussagetitel haben, der zum Inhalt passt. Die Folien hintereinander weg gelesen, sollten eine Geschichte erzählen. Dann sollten die Textinhalte kompakt, redundanzfrei, konsistent und gegliedert verfasst sein. Bei quantitativen Daten sollte der passende Schaubildtyp gewählt sein. Mit diesen Grundregeln kriegt man eine halbwegs vernünftige Gesprächsunterlage zusammen, die meist auch wirkungsvoller präsentiert werden kann.

HIER können Sie sich zum Workshop anmelden.

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